Ein
Reisetag mit knapp 500 km führt und von Omsk nach Chutorok bei Kargat, einem
kleinen Motel und Restaurant mit Stellplatz und einer schmucken Kapelle.
Gemeinsam verbringen wir einen typisch russischen Abend mit Speisen und
Getränke und wie es sich gehört, einer russischen Tanzmusik.
Sonntag, 7. Juni 2015
Samstag, 6. Juni 2015
Tag 34 | Krutinka - Omsk
Nachdem
wir unseren westsibirisch-romantischen Platz verlassen haben, fahren wir die
letzten Kilometer in die nächste Metropole Omsk. Die Strecke führt nördlich
parallel zur Grenze Kasachstan, das von Omsk gerade einmal 70 km entfernt ist.
Oft treffen wir Menschen mit mongolischem Phänotyp, es sind Kasachen, die
teilweise nach dem Zerfall der Sowjetunion in Omsk und der näheren Umgebung
geblieben sind. Sibirien bedeutet ursprünglich "schlafendes Land".
Auf unserem Stellplatz im Stadion "Roter Stern" wurden wir von
unzähligen Einwohnern besucht, die sich nach unserer Herkunft, unserem Leben
und Wohlbefinden in Russland befragten. Der Fackelträger Russlands der letzten olympischen
Spielen besuchte uns gemeinsam mit seiner Schwiegermutter.
Fackelträger
mit Schwiegermutter und meiner Wenigkeit. Im Hintergrund meine Wäsche.
Freitag, 5. Juni 2015
Tag 32 +33 | Jekaterinburg - Tjumen - Krutinka
Zwei
lange Fahretappen von insgesamt knapp 900 km führten durch ein ländliches
Gebiet mit unvorstellbaren Getreide- und Kartoffeln-Anbaugebieten, einer
moorlandschaftlichen Fauna mit Schwärmen von Moskitos (wer Russland liebt, muss
leiden können). Von der Heimat sind wir nun in Westsibirien +4 Stunden voraus.
Mittwoch, 3. Juni 2015
Tag 31 | Jekaterinburg
Jekaterinburg
ist uns allen geschichtlich in Erinnerung. In dieser Metropole wurde die letzte
Zarenfamilie der Romanoffs, die in Russland
lebten, ermordet. Der Zarenfamilie hat man eröffnet, dass sie sich samt der
Gefolgschaft in einem Zimmer im Kellergeschoss zu versammeln haben, damit ein
Foto ihr Dasein dokumentieren soll.
Anstelle
der Fotoaufnahme wurde die siebenköpfige Zarenfamilie, sowie der Leibarzt und
drei weitere Personen der Gefolgschaft erschossen und ausserhalb der Stadt mit
Säure übergossen und verscharrt.
![]() |
Das
Denkmal widerspiegelt die fünf Kinder der Romanoffs.
|
![]() |
In
dieser Grube wurden die Leichen zur Identifizierung ausgehoben.
|
Für
jeden Familienangehörigen der Romanoffs wurde eine Kirche gebaut und alle
Familienmitglieder sind zwischenzeitlich heilig gesprochen worden. Das ganze
Gelände dient heute einem Kloster.
Jekaterinburg
bietet aber weit mehr als Geschichte. Die Kultur wird in hohem Masse gelebt und
gefördert. Ein Besuch der Aufführung von Romeo und Julia vom
Sergej-Prokofjew-Ballett nach William Shakespeare ist das längste und
bekannteste Ballett von Sergei Sergejewitsch Prokofjew und gilt allgemein als
dessen bedeutendster Beitrag zur Gattung. Die Handlung des Balletts folgt getreu
jener des Theaterstücks. Leider durften aus Urheberrechtsgründen keine Aufnahmen
gemacht werden.
Kurz
vor Jekaterinburg verläuft die Grenze von Europa zu Asien. Bis zum 18
Jahrhundert wusste man vom Uran nicht so viel, man glaubte bis zu dieser Zeit,
dass Europa an Asien über den Don und Kertsch-Strasse grenzt.
Erst
1720 hat der Gründer von Jekaterinburg, Wassilij Tatischtschew wissenschaftlich
die Theorie belegt, dass die Grenze der Uralkette entlang verläuft. Diese
Theorie wurde nicht gleich aufgenommen. Später jedoch hat man die Grenze weiter
nach Osten verschoben. Jekaterinburg liegt in Asien gleich hinter der
Kontinentengrenze.
![]() |
Die
Europa-Asiengrenze bei Perwouralsk liegt bei N56 52.192 E60 02.920 und ist der
berühmte umstrittene Europa-Asien-Obelisk.
|
Mitteilung
Für Philipp endete die Reise aus persönlichen Gründen am 03.06.2015 in Jekaterinburg. Inzwischen ist er wieder zurück in der Schweiz angekommen.
Der Blog wird weiterlaufen jedoch mit etwas grösseren Abständen zwischen den jeweiligen Beiträgen.
Dienstag, 2. Juni 2015
Tag 30 | Jalym - Jekaterinburg
Heute geht es auf nach Jekaterinburg. Wir sind nach einer ruhigen Nacht in der Wildnis gut ausgeschlafen und machten uns sogleich auf den Weg nach Jekaterinburg. Nach einer kleineren Strecke, kamen wir auch schon gleich nach Mittag am abgemachten Sammelpunkt an.
Unser
Stellplatz liegt im Skisportzentrum "Woltschicha" und heisst
übersetzt der "weisse Wolf".
Google Maps Link
Das
Skisportzentrum wird überwiegend von Einheimischen aus Jekaterinburg besucht und
verfügt über Schlepplifte (Bügellifte) der einfachsten Bauweise. Hier kennt man
keine Sicherheitsvorrichtungen nach westlichem Standart. Dennoch verfügen sie
über eine einfache Art einer Auffangvorrichtung bei einer Seilentgleisung.
Montag, 1. Juni 2015
Tag 29 | Kungur - Jalym
Nach einem kurzen Meeting am Morgen besichtigten wir die Eishöhle von Kungur. Von +30°C sank die Temperatur knapp auf den Gefrierpunkt. Doch die Kälte verschwand sobald man sich von der Schönheit der Höhle beeindrucken lies.
Nach der Besichtigung der Eishöhle fuhren wieder weiter nach Jalym wo wir in der Natur übernachten werden. Angekommen am Zielort ging es nicht lange bis die ersten Einheimischen zu uns Pilgerten und uns beobachteten. Gegen den Abend trafen weitere Einheimische ein die für uns Kuchen und Brot gebacken haben und uns auf ihre Weise willkommen geheißen haben.
Nach der Besichtigung der Eishöhle fuhren wieder weiter nach Jalym wo wir in der Natur übernachten werden. Angekommen am Zielort ging es nicht lange bis die ersten Einheimischen zu uns Pilgerten und uns beobachteten. Gegen den Abend trafen weitere Einheimische ein die für uns Kuchen und Brot gebacken haben und uns auf ihre Weise willkommen geheißen haben.
Abonnieren
Posts (Atom)












